Austrian Convention Bureau (ACB) vergibt Best Meeting Thesis Austria Award (BMTA)

Heuer wurden zwei Masterarbeiten ausgezeichnet, die die Veränderungen im Veranstaltungswesen analysiert haben.
„Die Veränderung des Veranstaltungsformats Messe hinsichtlich der Bedürfnisse der Digital Natives“ (B. Vollmann)  und „Die Digitale Kommunikation im Kongresswesen“ (P. Hosp)

Bild:
ACB Präsident Gerhard Stübe bei der Verleihung zur Best Meeting Thesis Austria.

Fotograf:
Thomas Grundschober
Austrian Convention Bureau | convention-photography.at

Presseinformation – ACB – 14.10.2020

 Bereits zum achten Mal verlieh das Austrian Convention Bureau (ACB) den Best Meeting Thesis Austria Award an AutorInnen von Bachelor- und Masterarbeiten mit hoher Relevanz für die Tagungs- und Kongress-Branche von morgen.

Die 22-jährige Absolventin der FHWien der Wirtschaftskammer Belinda Vollmann befasste sich mit den digitalen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen. Ihr Fokus in „Die Veränderung des Veranstaltungsformats Messe hinsichtlich der Bedürfnisse der Digital Natives“ lag bei der Generation (Z). Diese Zielgruppe mit maximal 25 Jahren, ist in einer digitalisierten Welt aufgewachsen und nutzt das Internet zur Kommunikation sowie für den Produkterwerb wobei sie in Erlebnisse investieren, die sowohl on- und offline geteilt werden können. Die Autorin fand heraus, dass in der Pre-Show Phase zumeist via Social Media Werbebeiträge teils mit Unterstützung von Influencern, die als Vorbilder der Digital Natives fungieren, aufmerksam gemacht wird. Vollmanns Arbeit zeigt auf, dass die Kernpunkte einer attraktiven Messe für die Zielgruppe Networking, Showelemente sowie interaktive Möglichkeiten wie Information über ein spezielles Thema oder Einkaufen sind. Der Mehrwert liegt im persönlichen Austausch mit Gleichgesinnten wobei das Zelebrieren des gemeinsamen Interesses einen hohen Stellenwert hat. Touchpoints müssen demnach zielgruppenorientiert inszeniert sowie durch Implementierung verschiedener Erlebniskomponenten zu einem ganzheitlichen Mixed-Reality-Erlebnis werden.

Der 31 jährige Tiroler Peter Hosp, Absolvent des Management Center Innsbruck, analysierte in seiner Masterarbeit „Digitale Kommunikation im Kongresswesen – Eine Analyse aus Sicht der Teilnehmer/innen“ die Präferenzen und Barrieren von 441 TeilnehmerInnen unterschiedlicher Verbandskongresse hinsichtlich der digitalen Veranstaltungskommunikation.  Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die klassischen, digitalen Kanäle wie Veranstaltungswebsite und E-Mail nach wie vor zu den meist präferierten Informationskanälen gehören. Daneben etablieren sich Veranstaltungs-Apps, die vor allem während der Veranstaltung als Kommunikationstool angewandt werden. Eine untergeordnete Rolle spielt die Kommunikation über Social Media Kanäle. Klare Präferenzen gibt es hingegen für das Live- oder on-demand Videostreaming sowie für „paperless“ Anwendungen im Bereich der Location Based Services. Bei seiner Betrachtung des künftigen Teilnahmeverhaltens fand Hosp heraus, dass 87% sich eine virtuelle Kongressteilnahme grundsätzlich vorstellen können, jedoch der Großteil davon in Zukunft dennoch mehr/überwiegend vor Ort und nur manchmal virtuell teilnehmen möchte.

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