Digitales Vertrauen? Eine Herausforderung von heute – EOS Studie zeigt großen Handlungsbedarf beim Umgang mit Daten

Digitale Daten sind ein wertvolles Gut für Unternehmen. Sie helfen ihnen, die Kund*innen und deren Wünsche besser zu verstehen sowie auf Markttrends zu reagieren. Laut einer Studie „Was sind Daten wert?“ haben die Deutschen aber nur wenig digitales Vertrauen in Unternehmen.

Presseinformation –  EOS Holding GmbH – 27.10.2020

Die Datenpreisgabe ist seitens der Verbraucher*innen maßgeblich an Vertrauen gekoppelt. Darum steht es lt der aktuellen EOS Studie bislang nicht sehr gut: Nur 35 Prozent der Deutschen vertrauen Unternehmen im Umgang mit digitalen Daten. Damit liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld (Durchschnitt: 33 Prozent). Am geringsten ist das Vertrauen in Frankreich (18 Prozent). Das belegt eine repräsentative Studie des Finanzdienstleisters und -investors EOS in 17 Ländern zum Thema „Was sind Daten wert?“. Die Bedenken der Deutschen scheinen begründet: Mehr als jeder fünfte Verbraucher (22 Prozent) hatte schon einmal Negativerlebnisse mit der Datenweitergabe im Internet. Nur in Bulgarien, Nordmazedonien, Polen und Tschechien sind die Anteile höher.

Wie die Studie zeigt, ist digitales Vertrauen zu gewinnen und auszubauen für viele Unternehmen auch in Deutschland noch eine große Baustelle. „Wir müssen von einer Informationsasymmetrie wegkommen und den Verbraucher*innen das Gefühl der Datenhoheit zurückgeben“, analysiert Dr. Henning Stolze, Leiter Data Governance & Data Management.

Der Befragung zufolge haben viele das Gefühl, oftmals keine Wahl in Bezug auf die Datenfreigabe zu haben: Rund zwei Drittel (63 Prozent) beklagen, dass sie sonst viele Online-Dienste gar nicht umfassend nutzen können. Zudem sehen sich über die Hälfte der deutschen Verbraucher*innen nicht ausreichend informiert, um die Freigabe von Daten verhindern oder einschränken zu können.

Die EOS Studie, die in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Kantar im Frühjahr 2020 durchgeführt wurde, ist repräsentativ für die (Online-)Bevölkerung ab 18 Jahren in den 17 untersuchten Ländern. Eine Stichprobe von jeweils 1.000 Befragten aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und den USA sowie von 300 Befragten aus Nordmazedonien wurde für die Auswertung verwendet. Die Teilnehmer*innen beantworteten Fragen zu ihrem persönlichen Umgang mit Daten und deren Freigabe, ihrem Vertrauen in Unternehmen sowie ihrer Bereitschaft, Daten gegen Vergütung zu veräußern.

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