Studie: „Wichtigkeit der Werbung im Internet“

Im August 2020 führte das Marktforschungsunternehmen Appinio im Auftrag von The Trade Desk eine repräsentative Umfrage unter 1.006 volljährigen Verbrauchern in Deutschland durch. Ziel der Befragung war es, herauszufinden, inwieweit sich die Befragten hinsichtlich der Finanzierung des offenen Internets (Webseiten und digitale Dienste außerhalb der Walled Gardens) bewusst sind.

Presseinformation – The Trade Desk/PIABO PR GmbH – 20.10.2020

Studie von The Trade Desk zeigt: Die Rolle der Werbung für das offene Internet ist vielen Verbrauchern nicht klar:

Die neueste Umfrage des Technologieunternehmens The Trade Desk zeigt, dass rund ein Viertel der Befragten nicht weiß, wie wichtig Werbung für die Finanzierung eines freien Internets ist.

Das mangelhafte Wissen über die Rolle der Werbung bei der Finanzierung des Internets stellt eine Gefahr für viele Webseitenbetreiber und Internetdienste dar. Dies wird im Zuge einer Studie von The Trade Desk deutlich, deren Ergebnisse heute vorgestellt wurden. Ihnen zufolge weiß rund ein Viertel (25 Prozent) der Befragten nicht, dass die überwiegende Mehrheit der kostenlosen Inhalte im Internet durch Werbung finanziert werden, darunter Webseiten, Videos, Online-Spiele oder kostenlose Apps. Zudem ist nur 23 Prozent der Befragten bewusst, dass eine Vielzahl der Betreiber von Webseiten und Apps ihre Dienste einstellen müssten, wenn sie keine Daten der Nutzer mehr für die Ausspielung von Werbung verwenden könnten.

Gerade publizistische Angebote stehen hier vor besonderen Herausforderungen. So gaben mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten an, dass ihnen News-Dienste und Informationsportale wichtig sind und sie sogar bereit wären, für deren Nutzung zu bezahlen. Allerdings zeigt sich gleichzeitig eine hohe „Abo-Müdigkeit“. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Verbraucher sind nicht bereit, monatlich mehr als zehn Euro für die entsprechenden Dienste auszugeben. Es muss damit im Interesse der Betreiber sein, dass ihre Nutzer den Wert von kostenlosen Inhalten und deren Finanzierung durch Werbung verstehen.

Gleichzeitig steht die Werbebranche in der Verantwortung, den Wertaustausch – die Akzeptanz von Werbung im Gegenzug für kostenlose, qualitativ hochwertige Inhalte im Internet – besser zu kommunizieren. So wissen rund 61 Prozent der befragten Verbraucher oft nicht, wofür sie ihr Einverständnis geben, wenn sie online bei der Cookie-Abfrage auf „Akzeptieren“ oder „OK“ drücken. Dennoch scheint die Mehrheit einem Modell der Werbefinanzierung nicht abgeneigt zu sein. Auf die Frage, ob man sich zusätzliche Dienste und Services wünsche, die durch Werbefinanzierung deutlich günstiger oder kostenlos angeboten werden, reagierten rund 86 Prozent positiv. Es geht somit darum, den Wert von Werbung sichtbarer und die Verwendung von Nutzerdaten nachvollziehbarer zu gestalten.

Lukas Fassbender, General Manager DACH bei The Trade Desk, kommentiert die Ergebnisse: „Verbraucher mussten sich zu lange mit Pop-ups und Consent-Bannern herum ärgern, die den Wertaustausch zwischen den für die Publisher so wichtigen Daten und den qualitativ hochwertigen kostenlosen Inhalten für die Nutzer wenn überhaupt nur mangelhaft erklärt haben. Diese Diskrepanz gefährdet das Überleben vieler Publisher, wenn wir es nicht gemeinsam schaffen, sie aufzulösen. Wir haben den ersten Schritt gemacht und eine branchenweite Initiative zum Aufbau einer unabhängigen Identitätslösung, die auf Cookies verzichtet, vorgestellt. Dieses als Open-Source-Variante konzipierte System trägt dazu bei, Konsistenz im offenen Internet zu schaffen, indem eine ID-Lösung geschaffen wird, die das Surfen vereinfacht und gleichzeitig den Verbrauchern den Wertaustausch klar erläutert.“

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